Details

Ein Film von Herbert Schwan
Länge: 45 Minuten
Redaktion: Claus Spahn

(11.08.95)
ARD-Exklusiv


Inhalt

Der Tod des Mauerflüchtlings Peter Fechter.

Freitag, 17. August 1962. Der Maurergeselle Peter Fechter, 1944 geboren, verlässt die elterliche Wohnung im Ost-Berliner Stadtteil Weißensee. Seit Monaten plant er die Flucht nach West-Berlin. Die S-Bahn bringt ihn “Unter den Linden”. Zusammen mit seinem Arbeitskollegen Kulbeik will er in den Westen. In der Mauernähe verstecken sich beide in einer Schreinerei und beobachten die Kontrollgänge der Grenzpolizisten. Kurz nach 14 Uhr springen sie durch ein Fenster auf die Zimmer-Straße und durchlaufen den breiten Streifen bis zur Mauer. Schüsse fallen. Kulbeik springt über die Mauer in die Freiheit. Peter Fechter wird getroffen, bricht zusammen, schreit um Hilfe. Ohnmächtig verfolgen Menschen aus West- und Ost-Berlin das qualvolle Sterben des Mauerflüchtlings. Erst gegen 15 Uhr wird Peter Fechter geborgen, stirbt im nahe gelegenen Krankenhaus.

Der Film dokumentiert die Todesumstände und das Leid seiner Familie. Nach jahrelangen Recherchen gelang es dem Autor, die Todesschützen vor die Kamera zu bekommen. Im März 1997 wurden schließlich Erich Schreiben und Rolf Friedrich zu einjährigen Freiheitsstrafen auf Bewährung verurteilt.
Zum 40. Todestag des Mauerflüchtlings Peter Fechter wiederholt das WDR-Fernsehen die aktualisierte Dokumentation aus dem Jahr 1997.