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Helmut Kohl
München 2000
Droemer Verlag

Inhalt

16 Jahre lang war er Bundeskanzler, 25 Jahre Parteivorsitzender der CDU, die deutsche Einheit hat er vollendet und die europäische Einigung entscheidend vorangebracht – und nun sollte ein Staatsmann seines Formats zur Unperson werden? Mit genau diesem Szenario wurde Helmut Kohl in den zwei Jahren nach der Wahlniederlage der Unionsparteien konfrontiert. 

Wie erlebt der Politiker aus Leidenschaft so schwierige Jahre? 
Wie reagiert der Mensch Helmut Kohl auf Verletzungen, Unterstellungen, Verleumdungen und Kriminalisierung? 

Jetzt gibt Helmut Kohl auf die denkbar persönlichste Art und Weise Auskunft darüber: indem er sein Tagebuch öffnet. Und es entsteht ein überraschendes Bild: Nicht nur erfahren viele Ereignisse, die in der Öffentlichkeit als unstrittig dargestellt werden, plötzlich eine ganz andere Deutung. Es wird auch offenbar, wer Helmut Kohl eigentlich ist, welche Motive ihn leiten, in welchen Bindungen und Loyalitäten er sich bewegt, welche Erfahrungen ihn prägen. Unvermittelt wird aus einer Gestalt in den Nachrichten ein Mensch mit all seinen Gefühlen. 

So wenig wie jeder andere erträgt es dieser Mensch, wenn ihm ein Unrecht angetan wird, so wenig wie jeder andere sieht er tatenlos zu, wenn man ihn diffamiert, verleumdet, ja kriminalisiert. Kämpferisch und mit aller Schärfe wendet Helmut Kohl sich gegen die Vorwürfe, die vor allem ein Ziel verfolgen: die Geschichte umzuschreiben. Dagegen setzt er überprüfbare Fakten, ergänzt um seine sehr persönliche Sicht des Geschehens. 

Wer glaubt, Helmut Kohl werde unter dem Trommelfeuer von Angriffen, dem er ausgesetzt war, ins Wanken geraten, wird hier eines Besseren belehrt. 
Er bleibt sich selbst und seinen Prinzipien treu.