Söhne des Altkanzlers sollen aussagen

Beitrag aus DIE RHEINPFALZ von Ilja Tüchter

Im seit 2014 andauernden juristischen Dauerstreit zwischen der Witwe des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl und dem Kölner Journalisten Heribert Schwan ist weiter kein Ende absehbar. In einem Berufungsverfahren um Kohl-Zitate gab das Oberlandesgericht Köln am Donnerstag einen Beschluss bekannt: Der zuständige Senat sieht sich nicht an die in erster Instanz durchgeführte Beweisaufnahme gebunden und will erneut umfangreiche Zeugenvernehmungen durchführen. Dabei geht es um die Klärung der Frage, ob zwischen Schwan und Kohl eine Verschwiegenheitsvereinbarung existierte. Kohls Witwe Maike Kohl-Richter bejaht die Frage, Schwan widerspricht. Gehört werden dürften als Zeugen unter anderem die Kohl-Söhne Walter und Peter.