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Autor: Heribert Schwan
Redaktion: Werner Hamerski

(09.07.93)
ARD-Exklusiv

Inhalt

Katholische Kirche und Staatssicherheit.

Morgens feierte er die Heilige Messe “Herz Jesu”, abends verriet er vertrauliche Beschlüsse seiner Kirche an die Stasi. In Rom verhandelte er im Auftrag seines Bischofs, anderntags wusste Stasi-Mielke Einzelheiten über päpstliche Anliegen und Absichten. Der inoffizielle Mitarbeiter “Peter” war für den DDR-Geheimdienst die wichtigste Quelle innerhalb der kleinen katholische Diaspora-Kirche. Monsignore “Peter” belieferte die Mielke-Truppe von 1974 bis zum Ende der DDR mit allen wichtigen Informationen, die aus den Sekretariaten und Konferenzen der Berliner Bischöfe Bengsch und Meisner zu bekommen waren.

Am Beispiel der Spitzeltätigkeit der Ost-Berliner Priester IM “Peter”, IM “Norbert” und des ehemaligen Bischofs IM “Theodor” werden die Verstrickungen des katholischen Klerus in die Machenschaften der DDR-Staatssicherheit dokumentiert. In der Sendung werden zum ersten Mal die Klarnamen veröffentlicht.